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(21-03-2000)

Jugendsport-Serie:

"Nö, wir wollen keine Jungs."

-   U18 -

Was Jungen und Mädchen sportlich anmacht: Trotz aller Erziehung bevorzugen viele Mädchen immer noch Turnen und Ballett.
Jungen hingegen suchen nach wie vor das Erlebnis mit dem Ball - oder sie wollen kämpfen. U 18 hat bei Hamburgs größtem Verein nachgefragt.

. Von ALEXANDRA BEIER
Mädchen turnen lieber auf dem Schwebebalken oder üben Positionen an der Ballettstange, Jungen bevorzugen Dribblings mit dem Fußball oder einen coolen Dunking in den Basketballkorb.

Mädchen streifen sich gerne enge Ballettanzüge mit Röckchen (Tutu) über, bei Jungen können die T-Shirts und Hosen gar nicht weit genug sein. Alles längst antiquierte Klischees oder doch noch die Realität in den Sportvereinen?Gymnastikhalle in der Von-Essen-Straße, gleich beginnt der Ballettkurs. 
Almut zupft ihren blonden Pferdeschwanz zurecht, schwingt ihre Arme graziös in die Höhe, Fee dreht sich unermüdlich vor dem großen Spiegel an der langen Wand, Hanna und Katharina hüpfen quer durch die Halle, als hätten sie
Sprungfedern unter ihren Füßen.
Die vier Mädchen gehören zu der Kindertanz- und Ballettgruppe des Vereins Sportspaß. Und obgleich sie erst viereinhalb oder fünf Jahre alt sind, wissen sie bereits genau, was sie wollen. "Ich war früher im Turnverein", erzählt Fee Waldheim, "aber das hat mir gar keinen Spaß gemacht." Jetzt freue sie sich immer riesig auf das Training und vielleicht werde sie später mal eine
Primaballerina. Hanna Fiek und Almut Jebens nicken, Katharina Fehrmann rutscht derweil gekonnt in den Spagat.

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Turnspass nur für Mädchen...?

Sportspaß e. V. ist mit 17 500 Mitgliedern der größte Verein Hamburgs. Und der Name ist
Programm. "Wir wollen keinen Spitzensport, die Kinder sollen frei von Zwängen sein und Spaß an der Bewegung haben", sagt Maren Langrock (28), ausgebildete Tanzpädagogin und Leiterin des Ballettkurses. Die Mitgliederzahlen bestätigen: Das Konzept des Vereins hat Erfolg, Tendenz steigend.

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Langrock: "Und die Mädchen sind ganz wild aufs Ballett oder Turnen." Zwar gäbe es hier keine  Kleiderordnung, "aber nach und nach kamen alle mit einem richtigen Ballettanzug an, meistens in zartem Rosa".
Maren Langrock bestätigt damit, was der Deutsche Sportbund (DSB) jüngst durch eine Erhebung festgestellt hat: Turnen ist bei Mädchen noch immer die Vereinssportart Nummer eins, bei Jungen macht erwartungsgemäß Fußball das Rennen.
Was in Deutschland Bestand hat, gilt längst auch in Hamburg: Stärkster Verband der Hansestadt ist jener für Turnen und Freizeit (103 476).

Dahinter folgt der Fußball (72 836). Und Sportspaß hat mit seinem Kursangebot schon früh auf die Bedürfnisse der Jugend reagiert. "Die Turn-, Ballett- und Gymnastikkurse sind immer sehr gut besucht", sagt Maren Langrock, die bei Sportspaß auch das Kinderbüro leitet.
Nur schade, dass sich noch kein Junge in die Halle an der Von-Essen-Straße getraut hat. Oder etwa doch? "Ein paar haben mal eine Probestunde mitgemacht", erinnert sich die Ballettlehrerin, "aber sie sind leider nicht wieder gekommen."

Die gingen lieber in die Ball- oder Kampfsportgruppen von Sportspaß. Den Mädchen ist es recht: "Nö, wir wollen keine Jungen."

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