26. Februar 2012  
Peking, China  
Gerätturnen

LI NING steht vor Umstrukturierung

Chinesische Medien vermelden eine "wirtschaftliche Schieflage" eines der führenden chinesischen Sportartikel-Hersteller.
Die "LI NING Company" Ltd., mit dem einstigen Weltturnstar LI, Ning, als Firmengründer (1989) und Vorstandsvorsitzenden musste im Vorjahr Gewinnrückgänge um sechs bis sieben Prozent verkraften, der Umsatz ging um sieben Prozent zurück.
Eine Trendwende erhoffe man sich nun durch ausländisches Kapital.
Anfang Februar 2012 wurde ein ungenannter Mitarbeiter von den Medien zitiert, der von möglichen Massenentlassungen zur Verringerung der Personalkosten sprach. Man wolle die Kosten im Bereich Human Resources, die derzeit bei um die 10 % liegen, um 0,5 Prozent drücken und hoffe auf nachfolgende und spürbare Steigerung des Nettogewinns.

Die Li Ning Company Ltd. muss nach Meinung führender Marktbeobachter darüber hinaus das Problem verlustreicher Untermarken angehen, und stärker das Augenmerk auf die Pflege der Hauptmarke "Li Ning" legen, denn die genießt auf dem chinesischen Markt noch immer einen sehr guten Ruf.
Die Personalstruktur der Firma umzubauen, ist eine wichtige und notwendige Antwort auf diesen Wandel. Die Mitarbeiter der Li Ning Company Ltd. verfügen nicht nur über Gehälter, die deutlich über dem Durchschnitt der branchenüblichen liegen, sondern genießen daneben weitere Vergünstigungen: So gibt es zum Beispiel im Hauptquartier der Firma in Beijing und im Hongshuangxi-Gebäude, dem Firmensitz in Shanghai, eine ganze Reihe von Sporteinrichtungen, darunter ein Basketballspielfeld, ein Schwimmbad und zahlreiche Tischtennisplatten.