Nationaler JEM-Ausscheid: Die Besten fahren nach Baku!
Durchaus stimmungsvoll ging es in Spielhalle 3 des Bundesleistungszentrums Kienbaum zu, denn sowohl die Gymnastinnen vom Leistungszentrum Bremen 1860 als auch ihre süddeutschen Kontrahentinnen der TSV Fellbach-Schmiden hatten jeweils einen kleinen Anhang mitgebracht, der für eine angemessene Atmosphäre sorgte.
Die Entscheidung zwischen den beiden Kontrahentinnen wurde letztlich von allen Beteiligten auf und am Bodenteppich anerkannt und akzeptiert:
<< Die Juniorinnen-Gruppe des TSV Schmiden
erhielt in beiden Übungsdurchläufen mit den fünf Bändern die klar höheren Wertungen:
21,600 zu 18,950 und 21,125 zu 17,450.
Was zwar nach einem scheinbar eindeutigen Gesamtresultat der Mädchen aus dem nationalen Gruppenzentrum in Schwaben von 42,725 : 36,400 aussah, war aber in Wirklichkeit substantiell gar nicht so weit auseinander:
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... noch fehlte den Bremerinnen heute das Quentchen Stabilität!
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Laryssa DRYGALLA vom Bremer Stützpunkt sah das so:
"Mit der ansprechenden Choregraphie ist unseren Mädchen durchaus eine starke, ästhetisch-emotionale Verbindung mit der Musik gelungen. Hier waren wir mit den Schmidenern mindestens gleichauf.
Letztlich hat die noch fehlende Stabilität gefehlt...!
Auf alle Fälle wünschen wir den Mädchen aus Schmiden viel Glück auf dem Weg und zur EM!"
Tatsächlich war es drei Monate vor der EM die stabilere Präsentation des Gesamtprogramms, was die Mädchen des zum Nationalen Gruppenzentrums auserkorenen Leistungsstützpunkt in Fellbach-Schmiden zu diesem Zeitpunkt anboten: So sah das auch die Vorsitzende des Technischen Komitees, Ursula BORN (St. Wendel), die diese Qualifikation leitete:
"Bei annähernd gleichen Inhalten und Schwierigkeiten war die Präsentation der Gruppe aus Schmiden eindeutig sicherer, trotzdem Kompliment für die Bremerinnen, da wächst etwas Gutes heran."
Unglücklicher Weise finden die europäischen Titelkämpfe bereits 2 Wochen v o r den Deutschen Meisterschaften Anfang Juni statt, zu wenig Zeit, um sich da noch auf "Aufholspielchen" einzulassen.
Aus Bremer Sicht hätte da vielleicht ein etwas späterere Zeitpunkt unter Einbeziehung von ein, zwei Wettkämpfen die Konkurrenzsituation sicher noch verschärft, das letztliche Urteil objektiviert...
Andererseits haben die Schmidener Gymnastinnen einfach auch ihren Vorlauf eindeutig präsentiert:
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Rosa GAWRIK: ... mit sich, ihren Mädchen und der Welt zufrieden!
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Während sie unter Leitung unter ihrer neuen weißrussischen Trainerin Natalia RASKINA - Mutter und Trainerin des ehemaligen Weltsars Julia Raskina - bereits ab Oktober zielgerichtet begonnen hatten, ging es bei den Bremerinnen eigentlich erst im Dezember so richtig los - um so achtbarer der Ausbildungsstand nach nur acht Wochen! Da darf man auf die Turnfest-Revanche zu den Meisterschaften in Frankfurt gespannt sein.
So sah das auch die Kapitänin der glücklichen Mädchen des Siegerteams, Rosa GERWIK (Foto, links)
"Ja, ich bin schon ziemlich zufrieden, besonders mit unserer ersten Übung heute. Na klar, geht das noch sicherer, noch sauberer, aber dafür werden wir jetzt die Zeit bis zur JEM nutzen!"
... und diese Mädchen vertreten Deutschland als Nationale Junioren-Gruppe der Rhythmischen Gymnastik zu den Europameisterschaften vom 14. - 17. Mai 2009 in Baku, Aserbaidschan::