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Andreas Toba mit Flarow-Medaille geehrt! |
Mit der höchsten Ehrung des Deutschen Turner-Bundes (DTB), der Flatow-Medaille, wurde am Ende seiner leistungssportlichen Laufbahn der Hannoveraner Andreas TOBA geehrt. Der mehrfache Olympiateilnehmer, mehrfache Deutsche Meister, zweifache Vizeeuropameister und langjährige Nationalturner überzeugte nicht nur durch seine sportlichen Erfolge, sondern auch durch seinen außergewöhnlichen Teamgeist, seine Fairness und seine Vorbildfunktion. Unvergessen bleibt sein Einsatz bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro, als er trotz einer schweren Knieverletzung am Pauschenpferd turnte und damit beispielhaft den Teamgeist der deutschen Mannschaft auf dem Weg ins Mannschaftsfinale forcierte. Obwohl bereits nach der EM 2025 in Leipzig vom aktiven Leistungssport zurückgetreten, hatte sich der 35-jährige jetzige Trainer noch einmal als Reverenz an "sein" Heimpublikum fit gemacht, war bei den 92. Deutschen Turnmeisterschaften der Männer gestartet und wurde sogar noch einmal mit Mehrkampf- und Reckbronze belohnt ...!
Der Deutsche Turner-Bund verleiht die Flatow-Medaille in Erinnerung an Gustav Felix Flatow und Alfred Flatow, Olympiasieger von 1896, die wegen ihrer jüdischen Abstammung von den Nationalsozialisten verfolgt wurden und im Konzentrationslager Theresienstadt eines gewaltsamen Todes gestorben sind. Sie kann an Athlet*innen sowie Trainer*innen vergeben werden, die in einer der vom Deutschen Turner-Bund vertretenen Sportarten aktiv sind und durch sportliche Erfolge sowie durch ihre Persönlichkeit besondere Verdienste erworben haben.
Zur Mahnung und Erinnerung an die Verfolgung von Juden in der Deutschen Turnerschaft von 1933 bis 1945 hat der Deutsche Turner-Bund 1986 die Verleihung der Flatow-Medaille ins Leben gerufen, die seit Berlin 1987 regulär bei Deutschen Turnfesten verliehen wird.