(11-16):
Russlands Mixpaar wie aus dem Märchenland
In dieser Altersgruppe war das Mixpaar aus Russland Jelena
Grimaljuk / Alexander Stepanow unübertrefflich. In
der Schwierigkeit ist diese Altersgruppe durch vorgegebene
Pflichtelemente etwas ausgebremst, damit mehr Wert auf die Ausführung
und die Artistik gelegt wird. Was hier mit tänzerischem Vermögen
und Leichtigkeit herübergebracht wurde, kann an Perfektion kaum
übertroffen werden. Mit Abstand kam hier auch die höchste
Punktzahl.
Im weiteren dominierten die Russen das Programm und holten
ausschließlich Gold. Die spitzenmäßige Grundausbildung in
allen Belangen zahlt sich deutlich aus.

|
In
den Finals waren diesmal die Ukraine
durchgängig, Großbritannien, Polen, die USA, Litauen,
Frankreich und erfreulich Deutschland zweimal vertreten.
Das Mixpaar aus Riesa Phoung
Tao Thi / Rene Tausendfreund erreichte einen
ausgezeichneten vierten Platz und das Berliner Damentrio
Luisa Heißner / Peggy Blessin
/ Katharina Lebedew
(<< siehe Foto) konnte sich durch eine mit großer
Ausstrahlung vorgetragenen Übung im Finale noch auf
Platz fünf vorschieben. |
Women |
Mixed |
Men |
FIN Wom Pair
|
FIN Wom Group |
Fin Mixed
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FIN Men Pair
|
FIN Men Group
|
Pair,
temp.
|
Group,
temp.
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Mix, temp.
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Pair, temp. |
Group,temp. |
Pair,
balance |
Group, balance |
Mix, balance |
Pair,
balance |
Group,balance |
MEDALS SHEET

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(12
– 18): Das
ukrainische Damenpaar als exzellente Ausnahmeerscheinung
durchbrach die russische Front
Die
außergewöhnlichen schwierigen und sehr originellen Elemente
mit einer ausgefeilten Choreographie brachten die Goldmedaille für
das Damenpaar Marina Sachokija / Irina
Worobjowa aus der Ukraine. Es erhielt den Vorzug gegenüber
den Junioreneuropameistern Charlotte
Haers / Seema Piens, die für sich mit Höchstschwierigkeiten
angetreten waren und ebenfalls hoch umjubelt wurden.
In
den weiteren Disziplinen lag Russland vorn. Am knappsten
ging es bei den Herren-Vierern zu, wo bei gleicher
Punktzahl die Ukraine zweiter wurde. Entscheidend war
hier das schwierigste Element von den Russen gezeigt.
Eine Überraschung boten
die Amerikaner, die zwei Silbermedaillen holten (- siehe
Foto, rechts >>)
Polen holte standesgemäß Medaillen. Die Niederlande
war einmal glänzend mit einem Mixpaar im Finale
vertreten und Deutschland schaffte es einmal durch das
Riesaer Herrenpaar Sandro
Basler / Enrico Baas den Sprung unter die
ersten vier. Ein weiteres Zeugnis von der
ausgezeichneten Schaffenskraft der Riesaer.
Meisterleistung:
Die gesamte Veranstaltung lief an zwei Tagen und war
eine logistische Meisterleistung von Bernd
Hegele, dem Vizepräsident für
Leistungssport im DSAB. Zum Vergleich, die gleiche
Veranstaltung lief mit weniger Teilnehmer an vier Tagen
ab. Erst zwei Tage vor Wettkampfbeginn erfuhr Bernd
Hegele, dass die Auswertung der SAWAGG in den Händen
des DSAB liegt. Es ist bewundernswert, wie auch dies
Bernd Hegele meisterte. |

USA Women's
Group
|
Innerhalb eines
Tages baute er am Computer ein vollständiges Auswertungssystem
umgestellt auf Englisch auf, saß selbst zwei Tage am Computer
und sorgte dafür, dass alle Ergebnisse schell und korrekt
vorlagen. Wir ziehen alle den Hut!!
Beim Empfang der Delegationsleiter
in der Riesaer Stadthalle sprach die Präsidentin Patricia
Wade von "World Age
Championchips". Ein Fingerzeig an die F.I.G.,
die bisherige Bezeichnung, die überall Verwirrung hervorruft,
so zu bezeichnen, wie es die Veranstaltung verdient hat.
Presseberichte nach der Veranstaltung bestätigen eindringlich
diese Auffassung. Für die Sportler, auch wenn sie noch jung
sind, sind es mit ihren fantastischen Leistungen
Weltmeisterschaften. Es ist fast eine Diskriminierung,
dies als Spiele zu bezeichnen, was eine Meisterschaft einer
hohen Leistungsbereitschaft mit Sportlern aus vielen Ländern
aller Kontinente ist.
Störend
und auffällig verhielt sich der Vizepräsident der
FIG, Dr. Michel Léglise,
der über seine eigentliche Aufgabe der Größenmessung
weit hinausging und komplexere Untersuchungen vornahm, wozu er
nicht die Berechtigung hatte. Wie sind hierbei die persönlichen
Daten der Aktiven geschützt, die weit über eine Größenmessung
hinausgingen? Keiner von den Aktiven wurde um Erlaubnis gebeten.
Dies als ein eklatanter Verstoß gegen die Persönlichkeitsrechte
der einzelnen Sportler!
Der große
Zuspruch der Veranstaltung zeigt den aufsteigenden Weg der
Sportakrobatik und den Willen der Länder, dies weiter
voranzutreiben und weitere Nationen mit in die Familie der
Sportakrobaten einzubeziehen.
Nun liegt es auch an der FIG, alle Blockierungen zu entfernen,
dem Acro-TK freie Entscheidungen in allen Belangen zu lassen, günstige
Bedingungen für die Medien (Namen der Veranstaltungen) zu schaffen
und preisgünstige Varianten, insbesondere für den
Juniorbereich, zu ermöglichen. Werner
Hassepaß |